GBA Retro Review

The Legend of Zelda - The Minish Cap auf Gameboy Advance

03.03.2016

The Legend of Zelda The Minish Cap ist ein weiterer Teil der bekannten Serie, diesmal für den Gameboy Advance. Allerdings haben sich die Entwickler viele Teile der Gameboy Color-Teile kopiert und verwenden hier unter anderem Soundeffekte wieder.

Zu Beginn des Spiels ist in Hyrule ein großes Fest. Zelda holt euch von eurem Haus ab, und ihr erkundet gemeinsam das Fest. Sie gewinnt ein Schild für euch, was ihr auch sofort benutzen müsst, sobald ihr außerhalb der Stadt seid, da Zelda von einem Deku-Händler angegriffen wird. Reflektiert mit dem Schild die Nüsse, die der Deku-Händler schießt und er lässt euch vorbei. Im Schloss angekommen übergebt ihr dem Minister das Schwert eures Onkels - der Gewinner des Schwertturniers soll es erhalten. Vaati hat das Turnier gewonnen, und erhalt damit einen Blick auf die heilige Truhe, in deren Inneren - wie wir gleich herausfinden werden - sich Monster tummeln. Vaati entlässt die Monster in die Welt, nachdem er die Wachen ausgeschaltet hat, die ihn davon abhalten wollen. Außerdem versteinert er Zelda und zaubert euch ohnmächtig - beim Versuch Zelda zu schützen.

Nur ihr könnt die Situation retten, indem ihr das Schwert eures Onkels an euch nehmt und loszieht um das heilige Schwert zu reparieren und dessen wahre Macht zu offenbaren. Ihr zieht los, auf der Suche nach den Minish im Wald. Dort trefft ihr auf eine Art sprechenden Hut, den ihr vor Monstern rettet. Nach einer Weile setzt Link den Hut einfach auf, so gelangt er zur bekannten grünen Mütze in den Zelda-Teilen. Ihr findet die Minish im Wald, nachdem die Mütze euch sagt, wie ihr euch klein macht. In der Nähe findet ihr nämlich einen Baumstupf - stellt euch drauf und drückt die rechte Schultertaste. Dann verwandelt sich der große Link in einen sehr kleinen Link (Minish-Größe). So seht ihr die Minish und könnt auch später mit denen reden.

Im Spiel geht es darum die vier Elemente aus den jeweiligen Tempeln zu befreien und in euer Schwert zu übertragen. Dann erst könnt ihr Vaati besiegen. Mithilfe der Elemente könnt ihr euch auch vervielfältigen. Es gibt im Spiel farbige Stellen, wo ihr euer Schwert aufladen könnt - wenn ihr zur Wirbelattacke die Taste aushaltet füllt sich oben links eine grüne Energieleiste, ist die voll, könnt ihr euch über die farbigen Rechtecke bewegen und ihr werdet weiße Kreise hinterlassen. Je nachdem wie viele Elemente ihr bereits habt, könnt ihr euch öfter oder weniger oft vervielfältigen. Mit dem Doppelgängern könnt ihr bspw. Rätsel lösen, wie drei Schalter gleichzeitig betätigen. Die Doppelgänger müssen allerdings auf begehbaren Grund sein, dh. ihr müsst sehr aufpassen, dass sie immer einen Boden zum laufen haben.

Ansonsten läuft das Spiel eigentlich ab, wie jeder andere Zelda-Teil. Ihr lauft durch Dungeons, löst Rätsel, sammelt hier und da Gegenstände ein, die euch weiterhelfen können, sucht nach Herzteilen um eure Energieleiste aufzubessern und besiegt Gegner. Vor allem die Endgegner sind eigentlich garnicht mal so schlecht gemacht hier. Zwar sehen die Sprites oft etwas pixelig aus, dennoch sind die Endgegnerkämpfe ziemlich cool und ihr müsst euch immer wieder eine neue Strategie ausdenken. Leider haben die Entwickler die End- oder Zwischengegner von früheren Dungeons in den späteren Dungeons wiederverwendet, was doch dezent schwach wirkt.

Auch zwischen den Dungeons gibt es viel zu tun. Nachdem ihr das erste Dungeon im Wald geschafft habt, geht ihr wieder zurück in Richtung Hyrule. Dort werdet ihr direkt von einem Typen angequatscht, der euch einen Beutel für Glücksfragmente gibt. Diese Glücksfragmente könnt ihr mit den Einwohnern der Stadt oder den Minish kombinieren, und schaltet damit versteckte Wege oder Höhlen frei. Meistens erhaltet ihr dort weitere Glücksfragmente, aber auch Rubine oder Herzteile. Diese Fragmente haben vier versch. Farben. Es gibt grüne, rote und blaue, die ihr im normalen Durchspielen überall findet; blaue und rote eher mehr in Kisten, grüne findet ihr oftmals auch, wenn ihr Gras abmäht. Gelbe Fragmente dienen zum Fortschritt als eine Art Schlüssel. So verlangen bestimmte Stellen des Spiels ein bestimmtes Fragment, was ihr zuvor gefunden haben müsst. Habt ihr das nicht, kommt ihr nicht weiter. Die Gegenstücke zu euren Fragmenten könnt ihr übrigens nicht finden, dh. ein Vereinen von Fragmenten mit euch selbst ist nicht möglich.

Ihr erweitert im Laufe des Spiels euer Arsenal an Waffen und Gadgets mit deren Hilfe ihr die Dungeons und Levels bestehen könnt. So erhaltet ihr einen Bogen, eine Lampe oder eine Art Staubsauger. Das und das Konzept mit der großen und kleinen Welt, die es zu entdecken gibt, lockert das Spiel etwas auf, auch wenn mich das klein-Sein später im Spiel ziemlich gestört hat. Das wirkt für mich eher wie eine nette kleine Dazugabe, und sollte, finde ich, nicht Hauptbestandteil des Spiels sein. Außer den extra Gadget könnt ihr im Spiel auch acht Schwerttechniken erlernen, indem ihr zu einem Schwertmeister geht, der euch dann, entsprechend euren aktuellen Fähigkeiten neue Tricks beibringt. So könnt ihr Beispielsweise am Ende strahlen mit eurem Schwert schießen, wenn ihr nur ein Herz habt, oder wenn ihr volle Gesundheit habt.

Minish Cap sieht eigentlich ganz gut aus, wären da nicht kleinere Patzer. So wirken einige Gegner - vor allem besonders große - sehr pixelig, wirken etwas verwaschen. Einige Schatten (in dunklen Räumen) wirken pixelig. Außerdem sehen die Item-Logos etwas altmodisch aus. Ansonsten ist das Spiel liebevoll zusammengestellt, was vor allem dann auffällt, wenn ihr als kleiner Minish durch die Wiesen lauft. Einige Soundeffekte sind aus den Gameboy Color-Spielen übernommen, was eine Art Retro-Flair ins Spiel bringt. Andererseits wirken die Effekte stellenweise aber auch recht billig. Die Hintergrundmusiken reichen von okay bis sehr gut.

Bewertung:
Empfohlen
Empfohlen
Text von 03.03.2016
Fazit:
The Legend of Zelda The Minish Cap ist ein guter Teil der The Legend of Zelda Serie. Die Gegner sind kreativ und benötigen allesamt eine eigene Strategie um sie zu schlagen. Das Spielprinzip ähnelt dem von Metroid oder anderen The Legend of Zelda Spielen. Ihr könnt so viel machen; einerseits könnt ihr die Fragmente mit den NPCs vereinen, andererseits sammelt ihr überall in den Levels diese Mysteriösen Muscheln, mit denen ihr an der Lotterie teilnehmen könnt. Dort gewinnt ihr InGame Sammelfiguren von Charakteren des Spiels. Mir hat das Spiel gut gefallen, die vielen Sidequests, die ich erledigen musste, um weiter zu kommen, mindern allerdings das Spielgefühl etwas.