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Army of Two - Review: PS3 Review

Sorry, there is no translated version of this text in English

In Army of Two schlüpft ihr in die Rolle von Rios und Salem, zwei Söldner. Ihr spielt, wenn ihr allein spielt, einen der beiden und könnt dem jeweilig anderen Kommandos geben, im Mehrspieler schlüpft ihr in jeweils einen der beiden. Im Laufe der Kampagne bekämpft ihr einige Terroristen und andere Söldner. Die Story des Spiels verstrickt sich dabei wie die späteren Call-of-Duty-Teile in der Frage ob private Firmen Militäraufgaben übernehmen sollten. Generell erinnert mich das Spiel recht stark an die späteren Call-of-Duty-Spiele wie Black Ops 2 und Advanced Warfare.

Im Spiel habt ihr verschiedene Waffen zur Verfügung, die ihr an bestimmten Stellen neu wählen und upgraden könnt. Das Waffenkaufmenü muss dann geladen werden, und wenn ihr euch für eine Waffensorte entscheidet (Primärwaffe, Sekundärwaffe, Spezialwaffe und Panzerung), lädt das Spiel auch das Untermenü. Generell ist die Menüführung im Spiel und ganz besonders im Waffenauswahlmenü gruselig. Mit dem Geld, was ihr für das Erfüllen von Haupt- und Nebenaufgaben in den einzelnen Missionen erhaltet, könnt ihr neue Waffen oder Waffenupgrades kaufen. Neue Waffen sowie Upgrades sind dabei zu Beginn des Spiel unglaublich teuer, werden aber zum Ende hin ziemlich erschwinglich, weil ihr mehr Geld pro Aufgabe erhaltet.

Die Missionen im Spiel bestehen meist aus einer Art Introvideo, was ein vorgerendertes Video ist, was ziemlich gut aussieht und euch die Geschichte kurz näher bringen soll. Dann beginnt die Mission und ihr müsst bestimmte Aufgaben erfüllen, bspw. auf einem Flugzeugträger Flugzeuge zerstören und dann weiter den Kapitän finden. Dabei schafft es das Spiel nur wirklich selten den Spannungsbogen gespannt zu halten, und leider schafft es das Spiel auch nicht wirklich die Geschichte konsistent zu halten. Es passiert viel zu viel Unsinn, als dass ich das Spiel ernst nehmen könnte.

Als Gegner dienen euch feindliche Fußsoldaten, später dürft ihr selbst in eine Art Hovercraft steigen und auch feindliche Boote zerstören, aber damit wars da eigentlich schon an Abwechslung. Die Fußsoldaten sind unterschiedlich stark gepanzert. Die Lebensbalken zeigen an, wie stark die Gegner sind. Blaue Balken sind schnell leer, rote Balken sind schon schwieriger und ist der Balken gelb, dann müsst ihr den Gegner meist von hinten angreifen, weil er dort seinen Schwachpunkt hat. Nicht, dass euch das Spiel wirklich zeigen würde, warum der dort ist, aber das Fadenkreuz wechselt am Schwachpunkt von blau zu rot, was andeutet, dass ihr draufhalten solltet um den Gegner in die ewigen Jagdgründe zu schicken.

Das Besondere am Spiel ist das Aggro-System. Schießt einer von euch dauernd und macht so auf sich aufmerksam, während der andere sich bedeckt hält, sammelt der erst Aggro, d.h. die Gegner werden erst mal verstärkt auf ihn schießen. Ist er lange genug in der vollen Aggro-Leiste könnt ihr Overkill anschalten, so wird derjenige, der Aggro gesammelt hat doppelt so stark und kann weiter auf die Gegner schießen, während der andere für die Gegner quasi unsichtbar ist, und so die Feinde flankieren und von hinten ausschalten kann. Der Overkill bleibt aber nur einige Sekunden aktiv, d.h. ihr solltet ihn gut einsetzen. Ihr könnt eurem Partner Befehle geben, bspw. Rücke vor, Stellung halten oder Sammeln, jeweils noch mit der Aussage ob er Aggro sammeln soll oder eher getarnt vorgehen soll.

Das Befehlssystem funktioniert mit dem D-Pad. Ebenfalls mit dem D-Pad und der L1 Taste wechselt ihr Waffen. Das kann ziemlich nervig sein. Generell scheint mit die Steuerung etwas zu komplex für das Spiel, eine kleine Vereinfachung wäre da durchaus nett gewesen. Auch fiel es mir unglaublich schwer, wenn ich nicht gerade hinter einer Deckung stand, die Gegner zu treffen. Selbst das Zielen mit L2 hilft da nur begrenzt. Das kann aber auch an der Dummheit der Feinde liegen, die euch gerne mal ignorieren, während sie die Deckung wechseln, und so gerne durch euer Feuer rennen ohne dabei auch nur einen Schuss abzugeben. Weiter störend sind die Wegfindungsprobleme eures Partners, der sich bei mir zwei Mal in eine Situation gebracht hat, wo er alleine nicht mehr rausgekommen ist - und das lag nicht an den gewollten Räuberleiter-Stellen.

Ihr könnt bzw. müsst eurem Partner an bestimmten Stellen mit der Räuberleiter helfen über ein bestimmten Hindernis zu gelangen. Anders als im Nachfolger habt ihr vor dem Hochklettern (falls ihr der oben seid) nochmal die Gelegenheit herannahende Gegner auszuschalten und müsst wenn ihr oben seid manuell eurem Partner nach oben helfen. Wenn ihr alle Gegner in einem Bereich erledigt habt, hört ihr eine Glocke. Für mich hätte das Signal eher gepasst, wenn euer Partner am Boden liegt und ihr im helfen müsst, aber als Alle-Gegner-Sind-Erledigt-Signal finde ich das akustische Signal unangebracht. Solltet ihr nicht weiter wissen, oder nicht wissen, wo ihr als nächstes hinlaufen müsst, dann könnt ihr mit der SELECT-Taste eine Hilfe einblenden, die euch anzeigt, wo eure Missionsziele sind, bzw. die euch sogar einen Pfad anzeigt wie ihr da hin gelangt.

Grafisch wirkt Army of Two sehr altbacken. Es erinnert stellenweise an Call of Duty-Teile, vor allem, wenn Miami unter Wasser steht und ihr mit einem Schlauchboot über die Wellen reitet. Das Spiel verliert noch einiges an optischen Glanz dadurch, dass alles sehr weißlich aussieht und durch den weißlichen Weichzeichner. Das Spiel verliert weiterhin Glanz durch die teilweise unsinnigen und sich wiederholenden Intermezzo-Sequenzen, wenn ihr von einem Ladebereich in einer Mission zu einem anderen wechselt. Teilweise sind die Stellen kaum voneinander zu unterscheiden. Weiter kommt es mir so vor, als hätte die Bibliothek von Halo in der letzten Mission von Army of Two einen würdigen Nachfolger erhalten. Die deutsche Synchronisation ist ok, aber bei Leibe nicht mehr. Vor allem störend sind die immer gleichen Dialoge unter den beiden Söldnern. Weiter sind die Audiolevel im Spiel extrem unterschiedlich - in den Zwischensequenzen ist das Spiel zu leise, dann im Spiel wiederum zu laut. Hinzu kommt ein viel zu kleines Sichtfeld, was euch quasi nicht erlaubt Übersicht über das Schlachtgeschehen zu bekommen. Und gab es überhaupt einen Soundtrack?
Rating:
Not Recommended
Not Recommended
Text written on 25.11.2016
Fazit von naums:
Army of Two ist ein netter Third-Person-Shooter der für sich genommen noch nicht mal schlecht wäre. Allerdings fühlt sich das Spiel an wie die Probierversion des Nachfolgers. Im Nachfolger funktioniert die KI, das Spiel sieht schöner aus und spielt sich deutlich besser. Es gibt wohl keinen Grund mehr Army of Two überhaupt noch zu probieren oder zu spielen, dafür zeigt sich das Alter des Spiels zu stark und es zeigen sich die Schwächen des Spiels zu stark. Keine konsistente und zusammenhängend erzählte Geschichte, sondern immer wieder Unterbrechungen von einigen Jahren in der Geschichte, die immer gleiche Geschichte von den privaten Militärfirmen, die total korrupt sind. Das war vielleicht zum Erscheinungsdatum etwas neues, aber mittlerweile kann ich das nicht mehr hören. Zumal Army of Two kaum einen wirklichen Effekt daraus zieht, ihr habt keine Superkräfte, d.h. das Spiel spielt sich wie jeder andere Third-Person-Shooter. Und davon hat die PS3 mehr als genug.

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