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Killzone 3 - Review: PS3 Review

Sorry, there is no translated version of this text in English

Killzone 3 setzt direkt nach dem Ende vom zweiten Teil ein, direkt nachdem Visali erschossen wurde, und nun wollen die Einheiten der ISA vom Planeten Hellghan entkommen, was sich schwieriger gestaltet, als man denken könnte. Die politische Führung der Hellghan will die Mörder natürlich erledigen, und so entfaltet sich eine Geschichte, in der ihr durch den recht gelb-grünlichen Planeten wandert, Gegner erledigt und ab und an mal im Fahrzeug unterwegs seid.

Wie es sich für einen ordentlichen Shooter gehört habt ihr eine Menge Auswahl in den Schießeisen, so gibt es wenigstens zwei LMGs, zwei Sturmgewehre, ein SMG, Raketenwerfer und eine Arc-Cannon, die die Gegner direkt zu Staub zerfallen lässt. In der Kampagne werdet ihr oft auch in einen Mech oder in andere Gefährte schlüpfen und dann mit größeren Kalibern ganze Panzer oder andere Fahrzeuge bzw. Infanterie der Feinde ausschalten. Ganz besonders hervorzuheben ist dabei das auf der E3 gezeigte Level, wo ihr eine Art Ölplattform der Feinde beschießt um euren gefangenen Kameraden zu retten. Erst fliegt ihr auf euren Landungschiffen an, und feuert mit dem MG, später werdet ihr gezwungen abzusteigen, und schnallt euch einen Raketenantrieb der Feinde auf den Rücken und könnt somit größere Sprünge machen und ein Stück weit gleiten. Das lockert das Spielgeschehen auf, spielt sich recht gut und sieht ziemlich gut aus.

Die Hellghast sind böse, wie immer. Die Feinde brauchen eine Menge Treffer, bis sie endlich umfallen, so fühlt es sich an, als wären die Feinde richtig stark, was durchaus nett ist. Ich habe das Spiel auf dem zweiten von vier Schwierigkeitsgraden gespielt, und bin in einigen Leveln sehr oft gestorben. Im Kapitelmenü wird euch angezeigt wie oft - mein Maximum liegt bei 31 bei einem Level.

Die Umgebungen sind abwechslungsreich, obwohl quasi nur die Farben grün und gelb, manchmal noch etwas rot, vorhanden sind. Die Umgebungen auf dem Planeten wirken sehr gelb und grün, sehr fremd zu dem, was man auf der Erde erwarten würde. Aber genau das macht das Spiel eigentlich so schön, denn hier geht es nicht um die Erde, sondern um einen fremden, wahrscheinlich ziemlich lebensfeindlichen Planeten. Und gerade diese begrenzte Farbpalette macht das Spiel auch zu etwas besonderem. Wenn ich an Killzone denke, denke ich an meist grün-gelbliche Umgebungen. Das Spiel ist sehr hübsch, sicherlich hätten einige Texturen erheblich besser sein können, aber im Gesamtpaket ist das Spiel eines der schönsten Spiele der PS3. Der Soundtrack ist nett, und die Waffen klingen kraftvoll. Ich habe das Spiel auf Englisch gespielt, leider hatten die Zwischensequenzen erheblich mit Synchronisationsproblemen zu kämpfen, dh. die Audio- und Videospiel bleiben nicht synchron. Das wirft den Spieler dann doch etwas aus dem Spielgeschehen.

Was auch etwas Atmosphäre rausnimmt ist das ständige Gemeckere eurer Spielfiguren über die Befehle des Befehlshabers. Er befiehlt den Rückzug, und dann ist es für unsere Figuren ganz wichtig die sonstwo eingekesselten Kameraden zu retten. Merkwürdig dann nur, dass es mehrmals völlig egal ist, wenn namenlose Kameraden zurückgelassen werden. Gerade noch kämpfen sie mit euch zusammen um ein Gebiet, und beim Abflug ist keine Spur mehr von den Freunden. Zum Ende des Spiels wird das auch langsam nervig, wenn die beiden sich nun zum gefühlt dreimillionsten Mal gegen die Befehle des Obersten auflehnen. Unabhängig davon, ob die beiden Recht haben oder nicht, wären die wohl schon lange aus der Armee rausgeflogen.

Ansonsten ist das Spiel recht solide, ihr schießt auf die Gegner, und die schießen zurück. Solltet ihr einmal getroffen werden, solltet ihr schnell in Deckung gehen, um euch automatisch zu heilen. Aber auch, wenn ihr doch mal sterbt, könnt ihr von euren KI Freunden gerettet werden, allerdings funktioniert das oftmals nicht ganz so recht. Einerseits schafft es die KI manchmal einfach nicht. Dann dauert es meiner Ansicht nach viel zu lange, ehe ihr endlich das Zeitliche segnet und vom letzten Kontrollpunkt aus weiterspielen dürft. Eine "Suizid"-Taste wie bei Call of Duty wäre da nett. Ihr könnt auch eure Freunde retten, wenn sie auf dem Boden liegen. Macht ihr das nicht, stehen die aber auch irgendwann einfach wieder auf.

Ganz neu ist auch die Deckungsfunktion. So könnt ihr euch mit L2 ducken. Solltet ihr dabei in der Nähe einer Deckung stehen, klebt sich eure Figur an diese Deckung. Allerdings lässt er brav den Kopf über die Deckung überstehen, sodass ihr vom Feind noch getroffen werden könnt - und die treffen gut. Auch der Übergang zu einer anderen Deckung ist nicht möglich, selbst wenn bspw. zwei Kisten etwas angewinkelt zueinander stehen, geht das nicht. Auch wenn ihr einmal eine hohe Deckung und dann eine Hüfthohe Deckung vor euch habt, könnt ihr nicht von der einen zu der anderen Wechseln. Und wenn ihr von der Deckung loskommen wollt, müsst ihr wieder L2 drücken. Ein zurück-Drücken am Controlstick genügt hier leider nicht. Insgesamt wirkt das Feature wie gut gewollt, aber nicht gut umgesetzt.

Die Steuerung fühlt sich etwas merkwürdig an. Waffenwechsel funktioniert mit den D-Pad-Tasten. Nach links ist eure Standardwaffe, nach unten eine Pistole mit unendlich Munition und nach rechts gelangt ihr zu eurer schweren Waffe, wenn ihr eine aufgesammelt habt. Das System schränkt so etwas ein, weil ihr bspw. keine Schrotflinte und das SMG mitnehmen könnt. Das ist etwas schade. Mit Viereck ladet ihr nach, mit Kreis sammelt ihr Munition an Munitionskisten ein und führt Aktionen durch und X ist die Sprungtaste. R2 ist Granatewerfen, R1 schießen, L1 Kimme und Korn und L2 ist, wie oben bereits erwähnt, in Deckung gehen, bspw. ducken. Mit dem linken Stick bewegt ihr euch, mit dem rechten dreht ihr euch. Allerdings ist gerade das etwas lagbehaftet, was sich zu Beginn sehr merkwürdig anfühlt und definitiv etwas Gewöhnungszeit in Anspruch nimmt. Auch sehr gewöhnungsbedürftig ist, dass sich euer Charakter mit unterschiedlichen Waffen in der Hand unterschiedlich schnell dreht. Auch bei Kimme und Korn dreht er sich so schnell, was extrem nervig ist. Das führt bspw. dazu, dass ich mit der Pistole quasi nichts getroffen habe, dh. wenn ich alle Munition verschossen hatte, könnte ich direkt aufgeben.

Die Gegner-KI bemüht sich recht gut, euch den Garaus zu machen, sie werfen Granaten und gegen hinter Deckungen und versuchen in begrenztem Ausmaß euch zu flankieren. Aber gerade durch die schiere Überzahl der Feinde schaffen sie es doch euch zu erledigen. Die Kontrollpunkte sind manchmal etwas merkwürdig gesetzt. So ist es mir einige Male so ergangen, dass ich einen Kontrollpunkte laden musste, und weit weit vor meinen Kameraden rauskam, weit weit ind feindlichen Linien. Das ist dann etwas blöd, jedesmal zurücklaufen zu müssen, nur um überhaupt eine Chance zu haben und auf die Freunde zu warten, die einem im Falle eines Falles wiederbeleben sollen. Die Kontrollpunkte sind auch manchmal etwas weit voneinander entfernt.
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Text written on 03.03.2016
Fazit von naums:
Killzone 3 ist ein guter Shooter, der allerdings einige Probleme hat. Zum einen ist die Geschichte nicht ganz konsistent, das Gemeckere eurer Figuren nervt, und auch die Steuerung arbeitet manchmal gegen euch. Dafür sieht das Spiel richtig gut aus, die Waffen fühlen sich kraftvoll an, und die Gegner sind umso stärker. Ich hatte eine Menge Spaß mit Killzone 3, trotz der Fehlerchen. Und ich denke, das könnt ihr auch, wenn ihr wisst, worauf ihr euch einlasst. Der Shooter-Aspekt ist sehr solide, und macht viel Spaß. Auch die Fahrzeugsequenzen sind sehr nett und lockern auf.

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