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Medal of Honor Warfighter - Review: PC Review

Sorry, there is no translated version of this text in English

Call of Duty Warfighter... Moment. Medal of Honor Warfighter ist nun der zweite Teil des Reboots der Medal of Honor Serie. Wie Battlefield und Need for Speed basiert Medal of Honor Warfighter auf der Frostbite 2 Engine - also grafisch sieht das Spiel ziemlich gut aus. Der Sound kommt auch sehr basslastig aus euren Boxen. Aber heißt das Medal of Honor Warfighter ist ein gutes Spiel?

Nein. MohW ist kein gutes Spiel. Eine tolle Grafik und tolle Reflexionseffekte usw. täuschen nicht darüber hinweg, dass MohW ein weiterer (schlechter) Abklatsch der Call of Duty Serie ist. Es gab mal eine Zeit, da waren die Serien im zweiten Weltkrieg angesiedelt. Irgendwie hatte Moh damals mehr Spaß gemacht. Aber EA will auch einen Teil der Action-Shooter-Fans um ihre 50€ erleichtern.

In MohW gibts zwar eine Geschichte, aber ich konnte der echt nicht folgen. Es geht immer hin und her - man wechselt nicht nur wie in Call of Duty üblich zwischen Charakteren, sondern auch gerne mal zwischen Jahren. Die Missionen erklären euch wenige Storydetails und die Zwischensequenzen sind einfach so schlecht, dass ich am liebsten abschalten wollte. Die vorgerenderten Zwischensequenzen sehen zwar okay aus, aber keinesfalls gut. Außerdem sind die Untertitel so minimal klein geworden, dass man sie einfach nicht lesen kann. Was hat eigentlich die Story um diesen Typen und seiner Frau mit dem Rest des Spiels zu tun? Heilandssack, ich spiele einen EgoShooter. Ich will virtuelle Leute töten und mir keine Seifenoper anschauen.

Gameplay: Ihr rennt in den Kampagnenmissionen - insgesamt dürfte die Kampagne zwischen 6 und 7 Stunden lang sein - und ballert alle Feinde nieder, die ihr seht. In jeder Mission brecht ihr außerdem gefühlt drölf-mal irgendwelche Türen auf und erledigt die Feinde hinter der Tür in einer Zeitlupensequenz. Die ersten zwei Mal macht das ja noch Spaß, aber die Entwickler sind hier echt mal zu weit gegangen. Diese Sequenzen sind auch nichts neues: Call of Duty macht das seit dem vierten Serienteil so. Ihr könnt bevor ihr die Tür aufbrechen lasst noch auswählen, wie das geschehen soll. Also lieber ein Tritt + Blendgranate oder drei Schrotflintenschuss + Blendgranate. Neben der sich stänig wiederholenden Abfolge macht das auch inhaltlich keinen Sinn. Wie doof sind denn die Terroristen, dass sie durch eine Holztür keine Schrotflintenschüsse hören und in Deckung gehen?

Kommen wir zur KI. Wenn ihr in einem Videospiel als KI Spieler auftreten würdet - würdet ihr dann in Deckung gehen, sodass ich euch nicht wegschießen kann? Ja? Würdet ihr, wenn ich in Deckung bin, versuchen mich zu flankieren? Ja? Ihr würdet nicht wie angewurzelt dastehen und warten? Nein? Ihr seid echt zu gut. Die KI in MohW ist unter aller Kanone. Die Feinde ducken sich zwar hinter Deckungen, aber ich schieße die meisten trotzdem noch problemlos weg, und wenn ich dann mal dann doch mal erwischt wurde und mich in Deckung begeben muss, dann verfolgen diese Dödel mich nichtmal. Das ist echt schwach und das geht auch besser.

Die Levels fühlen sich irgendwie immer gleich an. Wir haben Favelas, Slums und alte Industriegebäude in denen die Schlachten ausgetragen werden. Aus irgendeinem Grund wissen meine KI-Mitstreiter, wann und wo Feinde auftreten werden und gehen vorher in Deckung. Ansonsten rennen sie über das offene Feld. Es gibt da noch ein Level, was so unfair und so billig ist, dass ich es euch nicht vorenthalten will: Ihr kommt in einen großen Raum mit vielen Regalen usw. Auf einmal werfen die Feinde Rauchgranaten - ihr seht nichts mehr. Nun rennen Quadrillionen Feinde auch euch zu und verdolchen, ermessern, erschießen und blenden euch mit ihren Taschenlampen (ganz schön starke Taschenlampen, nicht wahr?). Habt ihr die niedergeschossen, laufen eure Kameraden irgendwann in den Nebel. Ihr seht immernoch nichts. Lauft aber mit und BENG! tod. Ihr habt keine Ahnung was euch da getroffen hat, aber mit einem Mal seid ihr einfach umgekippt. Und der Nebel geht auch nicht weg. Ihr müsst durch den Nebel und VORHER alle Feinde töten, die ihr aber nicht seht. Sowas dummes.

Das Spiel wird sehr schnell langweilig und ist technisch echt grotte. Beispiel: Es gibt im Spiel zwei oder drei Fahrmissionen, wo ihr irgendeinem hintererfahren müsst. Ähnlich wie in Need for Speed. Beim Ladevorgang bemerkte ich aber, dass sich das Spielfenster einmal geschlossen hat und ein neues aufgemacht wurde - Wahrscheinlich wurde einfach die für NfS angepasste Frostbite-Engine genommen und gestartet. Und rückwärts das gleiche. Technisch gut gelöst sieht anders aus!
Rating:
Mixed Bag
Mixed Bag
Text written on 03.03.2014
Fazit von naums:
MohW ist ein klarer Beweis dafür, dass EA einfach keine guten Shooter mehr macht und die Medal of Honor-Serie nurnoch dazu nimmt um Geld aus dem Call-of-Duty-Hype zu generieren. Das Spiel ist unfertig - einige Spieler haben entdeckt, dass wenn ihr zu schnell irgendwo seid, kommen die Feinde nicht, weil die Skript-Sequenz noch nicht initialisiert war. Also mussten sie zurücklaufen, bis endlich die Feinde in ihre vordefinierten Deckungen gegangen sind und sie erst dann beschossen haben. Tut mir Leid, EA. Das kenne ich eigentlich besser. Grafik macht kein gutes Spiel. Lernt das endlich!

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