PS3 Review

Aliens Colonial Marines auf Playstation 3

03.03.2016

Aliens Colonial Marines - das Spiel, was bei seinem Erscheinen für Furore gesorgt hat, weil Sega mit Spielszenen geworben hat, die im fertigen Spiel nicht so enthalten waren. Das Spiel, was Aliens als generische Echsengegner darstellt, die mit einigen Schuss erledigt werden können. Das Spiel, was Texturen extrem spät nach lädt. Achja, gut, dass ich mal wieder neue Spiele spiele.

In Aliens Colonial Marines steuert ihr Winters, der ein Marine auf einem Raumschiff ist. Die ersten Missionen drehen sich darum Aliens zurück zu schlagen und die Leute von dem Wayland-Unternehmen zurückzudrängen. Ihr übernehmt die Brücke und kämpft euch einmal quer durchs Schiff, um dann doch dazu gezwungen zu sein auf dem Planeten Not zu landen, beide Schiffe, die sich offenbar im Orbit befanden stürzen mit ab. Auf Hadleys Hope nehmt ihr dann die verlassene Basis ein - der Rest des Spiels spielt dann auf dem Planeten, auf dem ihr euch vor gewühlt 4 Alientypen und 2 menschlichen Gegnertypen zur Wehr setzen müsst.

Die Aliens sind extrem schwach - einige Schüsse aus eurer Maschinenpistole reichen aus, um die Quälgeister in die ewigen Jagdgründe eingehen zu lassen. Aber dafür sind ihre Angriffe vernichtend, vor allem, wenn ihr in einem höheren Schwierigkeitsgrad spielt (also alles, was nicht auf dem einfachsten von vier Schwierigkeitsgraden passiert). Ich hatte erhebliche Probleme die erste Mission auf dem zweiten Schwierigkeitsgrad zu beenden, und bin auch direkt danach auf den einfachsten Grad gewechselt. Dann ging das Spiel, sicherlich blieben einige Bildschirmtode nicht aus, aber auf einmal was das Spiel deutlich fairer.

Ihr habt eine Gesundheitsleiste, fällt die auf Null, seid ihr tot. Sie ist unterteilt in drei Segmente. Eure Gesundheit lädt sich automatisch nach einer bestimmten Zeit bis zum nächsten Segment wieder auf, wollt ihr sie komplett füllen, müsst ihr nach einem Medikit Ausschau halten. Zusätzlich dazu habt ihr noch eine Panzerungsleiste, die ihr mit Panzerungsteilen auffüllen könnt, dabei ist auch egal, ob ihr den fünften Helm einsammelt, sie füllt sich immer um den gleichen Betrag. Zunächst wird eure Panzerung angegriffen, und erst wenn diese Leiste leer ist, wird eure Gesundheit angekratzt. Die Aliens und die menschlichen Gegner sind dabei aber sehr effizient schnell eure gesamte Energie zu tilgen.

Um euch gegen die Feinde zu wehren stehen euch einige Waffen zur Verfügung, so unter anderen vier Pistolen, eine Pumpgun, eine Schrotflinte, eine Maschinenpistole, ein Pulsgewehr (ähnlich wie eine Maschinenpistole) und ein Sturmgewehr. Einige Waffen haben noch eine Sekundärfunktion am Unterlauf, bspw. einen Granatwerfer oder eine Schrotflinte. Eure Waffen könnt ihr im Menü personalisieren, dh. ihr könnt Visiere aufbauen, die Farbe ändern, den Feuermodus anpassen oder die Unterlauffunktion modifizieren. Einige der Extras schaltet ihr aber erst in einem bestimmten Level frei - das Spiel verfügt noch über ein Levelingsystem, dh. ihr schaltet einige Gegner aus, und steigt damit im Rang auf. Außerdem gibt es Herausforderungen, drei sind zeitgleich aktiv, die ihr machen könnt. Bspw. Schalten Sie X Gegner mit der Pumpgun aus, aber auch Entdecken Sie 5 Xenos mit dem Radar. Einige der Herausforderungen werden einiges an Zeit in Anspruch nehmen, weil ihr sie nur an bestimmten Stellen überhaupt schaffen könnt, bspw. weil nur an bestimmten Stellen 5 Xenos mit Radar auffindbar sind zu einer Zeit.

Der Waffenwechsel passiert dann im Spiel indem ihr die Dreieckstaste gedrückt haltet. Dann könnt ihr eure Primärwaffe und eure Sekundärwaffe aussuchen, sowie eure Pistole und euren Granatentyp. Granaten müsst ihr auswählen, dh. ihr drückt auf dem D-Pad nach links, und könnt dann Granaten werfen, jeweils den Typ, den ihr euch ausgesucht habt, da hätten wir Brandbomben, Splittergranaten und noch einen dritten Typ. Ich habe relativ selten Granaten verwendet, weil das so umständlich ist sie zu werfen, dass das im Laufe des Spiels kaum genutzt werden kann. Auf L2 aktiviert ihr euren Radar mit Bewegungssensor, auf L1 zoomt ihr, R1 wird zum Schießen benutzt, und R2 aktiviert das Sekundärfeuer. Mit Dreieck wechselt ihr eure Waffen, mit Viereck ladet ihr nach, Kreis drückt ihr zum Ducken und mit X springt ihr. R3 aktiviert den Nahkampf, der aber recht sinnlos ist, weil er kaum Stärke hat, und gerade so ausreicht um die Xenomorphs von euch weg zu drücken.

Aliens Colonial Marines spielt sich eigentlich ganz gut. Sicherlich gibt es ab und an ein paar Framedrops und manchmal kommt man sich gegen die Feinde recht aufgeschmissen vor, vor allem, wenn diese klitzekleinen Spinnen über den Boden krabbeln, die ihr kaum mit euren Waffen erledigen könnt. Aber dennoch macht das Spiel als Shooter eigentlich recht viel Spaß. Viele Leute bemängeln, dass das Spiel sehr untreu zu dem Alien-Franchise ist, so sind Aliens eigentlich diese überstarken quasi unbesiegbaren Wesen, und im Spiel schießt ihr so viele von den Viehchern weg, dass euch Höhren und Sehen vergeht. Ich habe aber nie einen Alien-Film gesehen, und mir das Spiel als Shooter eine Menge Spaß gemacht, obwohl das Spiel viele dumme Patzer in sich vereint. Zum Beispiel hat mich an einigen Stellen dieses dumme hin und her genervt, erst meint unser Charakter, der Vorgesetzt lügt ihn an, und dann führt er wieder seine Befehle aus. Einfach sinnlos. Da gibt es einige Stellen, die absolut sinnlos sind. Nett ist auch, dass wir von Aliens umringt sind, und unser Charakter führt Aktionen extrem langsam aus, als wäre nichts.

Grafisch ist das Spiel okay. Einige Stellen sehen auf der PS3 ganz nett aus, und dann gibt es wieder andere Stellen, die eher schwach aussehen. Sehr negativ fallen die extrem spät reinladenden Texturen auf. Auch und vor allem dann, wenn ihr gerade das zeitliche segnet, dabei ewig lang warten müsst, bis ihr überhaupt in den Ladebildschirm dürft, dann lädt das Spiel (wer weiß was) und zum Schluss sind wieder keine Texturen reingeladen. Das ist sehr schwach, und schmälert stark den Gesamteindruck des Spiels. Der Sound geht eigentlich in Ordnung, sicherlich sind die Synchronisationstexte auf Deutsch etwas lustlos eingesprochen. Was nicht geht, sind die Waffengeräusche. Mir egal, wie die Teile in dem Filmen klingen, dieser Lärm, der vom Spiel abgesondert wird, klingt jedenfalls nicht nach einer starken Waffe, sondern eher nach aggressivem Rauschen.

Leider fallen einige grafische Macken sehr ins Gewicht. An einigen Ladepausen ändert sich schlagartig die Beleuchtung der Szene. Reflexionen an Türen und metallischen Oberflächen sehen sehr merkwürdig aus, und wirken quasi überhaupt nicht wie Reflexionen. Manche Türen öffnen sich auch extrem langsam, weil die PS3 dort erst mal nachladen muss. Das ging für mich in Metroid Prime in Ordnung, aber hier sollte das Spiel soweit entwickelt sein, die nächsten Areale rechtzeitig zu laden. Leider fällt auch das Sichtfeld mit etwa 70 Grad sehr klein aus, was ebenfalls negativ ins Gewicht fällt. Leider benutzt das Spiel gerade zu Beginn einige Areale mehrfach, sodass ihr einerseits komplett die Übersicht verliert, und andererseits auch kein Gefühl von Fortschritt entstehen will.

In den Missionen müsst ihr oftmals einige Aufträge erfüllen, die aber das übliche Shooterniveau kaum übertreffen. Nett ist auch, dass viele Türen zugeschweißt sind, und ihr sie erst wieder aufsägen müsst. Also ... IHR müsst das machen, weil eure Kameraden oftmals selbst zu doof sind überhaupt Türen zu öffnen. Die Kameraden stehen meistens an der Seite der Tür und warten, dass sie aufgeht, bzw. versperren euch sogar den Weg. Die Gegner greifen natürlich cleverer-weise euch an, sobald ihr auch nur einen Schuss auf die abgebt, und geben sich dann überhaupt nicht mit den viel näher stehenden Kameraden ab. Die KI Schergen können außerdem überhaupt nicht sterben und können euch nicht wiederbeleben, wenn ihr das zeitliche segnet. Das Spiel kann im Coop gespielt werden, leider kann ich den Modus gerade nicht testen.

Bewertung:
Durchwachsen
Durchwachsen
Text von 03.03.2016
Fazit:
Aliens Colonial Marines ist eigentlich ein recht solider Shooter. Sicherlich nichts gutes, gerade aufgrund der technischen Probleme, aber ich hatte auch schon weniger Spaß mit einem Shooter. Die Story ist merkwürdig, und sicherlich ist die Treue zum Franchise fragwürdig, aber lassen wir das alles hinter uns, und besinnen uns darauf zurück, dass das Spiel ein Shooter ist, bleibt ein halbwegs spaßiges Spiel zurück, was durchaus auch seine starken Momente hat. Leider mussten die Entwickler unbedingt Aliens darauf schreiben. Gerade durch das Levelingsystem, den Versusmodus und das Coop-Spiel kann das Spiel sicherlich längere Zeit motivieren. Außerdem könnt ihr Sammelobjekte wie besondere Waffen, Audio-Logs und Dogtags im Spiel suchen.